Renaturierung der Isar

Die Isar hat die Au über Jahrhunderte stark beeinflusst. Mitte des 19. Jahrhunderts begann man mit dem systematische Ausbau der Isar. Ufer wurden befestigt und der unbändige Fluss in ein kanalartiges Korsett gezwungen. Anfang des 20. Jahrhunderts, mit Beginn der Wasserkraftnutzung, erfolgten weitere regulierende Maßnahmen. Vom Charakter des ursprünglichen Wildflusses war nicht mehr viel übrig. Mit dem Bau des Sylvensteinstausees (1954-1959) wurde der Hochwasserschutz im Isartal, aber auch im Münchner Bereich, stark verbessert.

In den 80er-Jahren konkretisierte sich allmählich ein Umdenkprozess. Die Renaturierung der Isar wurde zum Thema, der sogenannte Isar-Plan geboren.

Die Hauptziele des Isar-Plans waren

  • die naturnahe Umgestaltung der Isar
  • die Verbesserung der Hochwassersicherheit sowie
  • die Verbesserung der Erholungsfunktion.

... zum Isar-Plan "Gesamtplan"

Der Isar-Plan war ein Gemeinschaftsprojekt der Landeshauptstadt München und des Freistaates Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt München. Auf einer Strecke von 8 Kilometern wurde die Isar zwischen der Wehranlage Großhesselohe und dem Deutschen Museum naturnah umgestaltet. Nebenbei erhielten die Münchner auf diese Weise auch einen modernen Hochwasserschutz.

Renaturierung der Isar in München - Zeitrafferfilm zum vorletzten Bauabschnitt zwischen Februar und September 2009

Video des Onlinemagazins der Stadtsparkasse München über die Isar Renaturierung